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...über Hunde

Vom Wolf zum Hund
Die Entwicklungsgeschichte des Hundes

Hunde begleiten den Menschen schon seit langem auf ihren Weg.

Über 350 Hunderassen gibt es heute.
Allein in Deutschland sind es fünf Millionen Hunde.
Inzwischen sind sie auf allen Kontinenten vertreten.
Ursprünglich gab es in Australien,Neuseeland,
Neuguinea,Madagaskar und der Antarktis keine Hunde.
Doch auch dort sind sie,dank dem Menschen,
inzwischen auch vertreten.




 


Vom Wolf...



...zum Hund





Wölfe vor 500.000 Jahren
Menschen und Wölfe breiteten sich als Jäger
über fast den ganzen Globus aus.
Dabei töten Menschen Wölfe um an das Fleisch und Fell zu kommen.
Aber auch Menschen werden von Wölfen getötet.
Genauso wenig wie ein einzelner Mensch einen Wolf erlegen kann,
schafft dies der Wolf mit einem Menschen.
Beide müssen in Gruppen auf die Jagd gehen.

Vor 135.000 Jahren
Aus einer genetische Studie zufolge,
die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde,
geht man nach einer Erbgutanalyse von Hund und Wolf davon aus,
dass der Ur-Hund zwar tatsächlich vom Wolf abstammte,
aber bereits schon vor 135.000 Jahren geboren wurde.
Damit wäre der Ur-Hund zehn Mal älter als bisher angenommen.

Vor 14.000 bis 18.000 Jahren
Zwischen Menschen und Wölfen kommt es
zu dieser Zeit zu einem ersten Bündnis.
Jäger wählten sich Wolfswelpen und machten sich diese
nach und nach durch Züchtungen zu nutze.
Genetischen Studien zur Folge gab es mehrere,
voneinander unabhängige Domestikationen.
Aus dieser Zeit stammen Hundeknochen
die in der zentralrussischen Ebene gefunden worden sind.
In einem Doppelgrab von Oberkassel wurde ein Skelett
eines morphologisch domestizierten Hundes gefunden.
Sie wurden vermutlich von den Kelten nach England und Irland gebracht.

Um 3000 v. Chr Hunde in Ägypten
In Ägypten wurden Hunde das beliebteste Haustier.
Eine Vielzahl von Rassen wurde dabei gezüchtet.
Spezielle Jagdhunde wurden bei der Gazellenjagd eingesetzt.
Hunde wurden auch in altägyptischen Grabdarstellungen abgebildet.
Die Assyrer hielten sich große,schwerfällige,stumpfschnauzige,
kurz behaarte Kampfhunde,die als Stammeltern
der Deutschen Dogge angesehen werden können.



Hunde im alten Ägypten
Die alten Ägypter verehrten Hunde.
Genau wie Katzen wurden sie im Land des Nils hoch angesehen.
So war Anubis der ägyptische Gott der Totenriten (Ritus).
"Anubis"



 Es gab zwei Arten ihn darzustellen:
Zum einen als großen schwarzen Hund oder Schakal.
Zum anderen als Mensch mit einem Hunde- oder Schakalkopf.
Später löste Osiris...

 

...Anubis als Gottheit der Toten ab.
Danach leitete Anubis die Wägung des Herzens beim Totengericht.
 Aus der 11. Dynastie (um 2000) ist die Grabplatte von Intef erhalten,
die eine Skizze von einem Hund mit Dalmatinermuster zeigt.
Im Grab des ägyptischen Pharaos Tutenchamun (1350 v. Chr.)
wurde ein Halter für Schmuckfedern gefunden,
auf den die Jagd auf einen Strauß mit Hilfe
von Windhunden dargestellt wurde.

Um 500 v. Chr. Hunde im antiken Rom
Im antiken Rom wurden Hunde sowohl als Hirtenhunde,
Wachhunde und Jagdhunde eingesetzt.
Dabei wurden Doggen sogar mit in die Schlacht genommen
und zu Kämpfen in der Arena eingesetzt.
Im 2. Jahrhundert sollen breitmäulige Hunde Britanniens
in römischen Zirkuskämpfen eingesetzt worden sein.
Sie besiegten die damals als unschlagbar bezeichneten Hunde von Molossis.
Wahrscheinlich waren dies die Stammeltern der Deutschen Dogge.
Die Römer verfeinerten auch die Auslesezucht.
Nach dem Zerfall des Römischen Reiches verwilderte dann aber
die ganzen Rudel an Hundezüchtungen.
Aus dieser Zeit stammen wahrscheinlich auch die Legenden von Werwölfen.

79 nach Christi - Pompeji
Die antike römische Stadt Pompeji wurde,
wie auch Herculaneum und Stabiae,
beim Ausbruch des Vesuv verschüttet.
Ein in den Ruinen von Pompeji gefundenes Mosaic
mit der Inschrift "Cave canem" (hüte dich vor dem Hund) belegt,
dass die Römer auf Hunde als Wachhunde zurückgriffen.

In den Ruinen von Pompej wurde in der vulkanischen Asche
ein Hund gefunden,der über einem Kind lag.
Der Hund,dessen Name Delta war,
trug ein Halsband auf dem zu lesen war,
dass er seinem Besitzer Severinus
dreimal das Leben gerettet hatte.

6. Jahrhundert v. Chr.
Die Kelten jagten mit mittelgroßen Windhunden,
die sie später auf die iberische Halbinsel brachten.
Die Vorfahren der spanischen Hunderasse Galgo Español



sowie ein Vorfahrer des Englischen Windhundes (Greyhound).



Im 2. Jahrhundert gab es bei den Kelten und Galliern einen Laufhund,
der später von den Mönchen des Klosters Saint-Hubert
in den Ardennen gezüchtet wird.
Der dann bis ins 16. Jahrhundert in der
königlichen Meuten diente.
Der Hubertushund kam im 11. Jahrhundert nach England,
wo er Bloodhound genannt wurde.



Um 200 v. Chr Hunde in China

Die Chinesen züchteten während der Han-Dynastie Pekinesen.
Diese sind so klein,dass sie in einen Kleiderärmel passen
und ihren Besitzer so verteidigen können.
Auch Chow-Chows wurden bereits gezüchtet.
Allerdings waren diese Hunde ausschließlich zum Verzehr gedacht.
Aber auch ihr Fell wurde sehr geschätzt.
Der Pekinese,der eine Kreuzung aus Pai und dem Lhasa-Apso war,
war in China zunächst dem Kaiserhaus vorbehalten,
daher auch der Name Palasthund.
Der Legende nach wurde Buddha von kleinen Löwenhündchen begleitet,
die sich vor Feinden in Löwen verwandelte. 
Während der Quing-Dynastie erfreuten sich Pekinesen
in China großer Beliebtheit.
So sind zahlreiche Porzellan- und Jadefigürchen aus dieser Zeit erhalten. Pekinesen wurden mit großer Sorgfalt gezüchtet.
Sie fortzugeben oder gar einem Europäer zu überlassen
galt damals als undenkbar.



8. Jahrhundert Chihuahua im alten Aztekenreich
Die alten Aztekenpriester sollen sich kleine Hunde gehalten haben.
Die Chihuahua,heute mit 20 Zentimetern Höhe,
die zweitkleinste Hunderasse der Welt.
Er soll zu den Lieblingsdingen aztekischen Prinzessin gehört haben.
Aber er wurde auch als Führer toter Seelen
auf ihrer Reise ins Jenseits angesehen.
Daher musste bei jeder Beerdigung auch ein Chihuahua sein Leben lassen.



1000 Hunde im Mittelalter

Im Mittelalter hatte die Hundezucht ihre Blütezeit.
Dabei entstand eine Vielzahl von Rassen.
Der Wolfshund ...



...wird bei der Jagd auf Wild aber auch auf Wölfe eingesetzt.
Es gibt auch einen Vorläufer des Windhundes,
der für die Jagd auf Rehe eingesetzt wurden.

10. Jahrhundert,die Zeit des Bernhardiners
Der Mönch Bernhard von Menthon (923-1008),
Schutzpatron der Alpenbewohner
und Gründer des Hospitz auf dem großen Sankt Bernhard,
soll den ersten Bernhardiner gezüchtet haben.



Bernhard von Menthon bildete seine Hunde dazu aus,
im schneereichen Gebirge verirrte Reisende zu finden und zu retten.
Nach anderer Quelle gebührt die Ehre Bernhard von Aosa,
der 1050 das Hospitz gegründet haben soll.

16. Jahrhundert - Deutsche Dogge
Ab hier lässt sich die Geschichte der
 Deutschen Dogge zurückverfolgen.



Damals wurden die aus England starke,hochläufige Doggen eingeführt.
Die damals aus einer Kreuzung des breiten Mastiffs
mit dem großen irischen Wolfshund stammte.
Ab dem 17. Jahrhundert wurden sie auch in Deutschland gezüchtet.
Sie behielt aber bis ins 19. Jahrhundert ihren Namen Englischer Hund.

18. Jahrhundert
Hunde gibt es inzwischen in allen Bevölkerungsschichten.
Der Besitz von Jagdhunden bleibt allerdings dem Adel vorbehalten.
Inzwischen gibt es mehr als zwanzig verschiedene Hunderassen in Europa.
Davon sind ein Dutzend nur dafür gezüchtet worden,
um tote Beute heranzuschaffen.
Die Fuchsjagd wird zu einem gesellschaftlichen Ereignis.
Nachdem der erste Chow-Chow Hund von Mitgliedern
der Ostindischen Kompanie nach Europa gebracht wurde,
beginnt in England 1887 die Zucht der Chow-Chows,
später steigt er zum Lieblingshund von Königin Victoria auf.



Pekinesen kamen dann erstmals um 1860 nach Großbritannien
und zwar nach dem Pekingfeldzug.
Queen Victoria erhielt auch einen Pekinesen zum Geschenk.
1900 kamen die ersten Pekinesen erstmals nach Deutschland.

Zur selben Zeit züchtet
Friedrich Louis Dobermann (1834-1894)...

 

...den ersten "Dobermann" .





1895 wird der erste
"Deutsche Schäferhund " ...



....ins Zuchtbuch eingetragen.


Otto von Bismarck (1815-1898) erklärt die
"Deutsche Dogge" ...



...zum Reichshund.

18./19. Jahrhundert,
die nützlichen Dalmatiner
Der Dalmatiner ist in England wegen seiner Ausdauer
der Kutschenhund schlechthin.
Sie dienten als Wächter vor Straßenräubern.
Bis heute fühlen sich Dalmatiner in der Gesellschaft
von Pferden besonders wohl.
Dabei liefen zwei Dalmatiner den Pferden meist voraus.
Neben der Vertreibung von Gesinde sorgten sie auch dafür,
dass die Straßenhunde das Weite suchten,
die die Zugpferde sonst erschreckt hätten.
Aber auch bei der Feuerwehr,die ja mit Pferdewagen
zur Brandstelle eilten,kamen Dalmatiner zum Einsatz.
So werden heute noch in England,Kanada
und den USA Dalmatiner bei der Feuerwehr als Maskottchen gehalten.
"Der Dalmatiner"
 


19. Jahrhundert

Auch Arbeiter hielten sich nun vermehrt Hunde.
So werden Airedale -Terrier von Fabrikarbeitern und Bauern in der Grafschaft Yorkshire gezüchtet.

"Der Airedale-Terrier"




 Ziel war ein vielseitig einsetzbarer Hund.
Gezüchtet wurde der Airdale -Terrier aus den Rassen
"Otterhund"
 


und mitttelgroßer Terrier.
Auch "Gordon Setter"

 

und  
 "Schottischer Schäferhund"
 


sollen mit eingekreuzt worden sein.
Eingesetzt wurde der Airdale-Terrier
um Otter,Dachse aber auch Ratten zu jagen.
Auch die Landflucht in die Großstädte
fördert die Züchtung immer neuer Rassen,die immer häufiger
einfach nur gesellschaftliche Funktionen haben.
Bauern der mexikanischen Provinz Chihuahua fangen an,
verstärkt ihre kleinen Hunde an Touristen zu verkaufen.
Über Amerika gelangen die Chihuahuas auch nach Europa.





1930 Aussterben von Hunderassen
Nicht alle Hunderassen, die jemals gezüchtet wurden,gibt es noch heute.
So wurde in Deutschland der Harlekinpinscher (Harlequin Pinscher) gezüchtet.



Der wegen seiner Veranlagung zu Erbkrankheiten
aber schon bald nicht mehr gezüchtet wurde.
Seit 1930 gilt seine Zuchtlinie als erloschen.
Damit gilt er heute als ausgestorben.




1939 Zu Beginn des 2.Weltkriegs

In Gelsenkirchen wurden 1939 alle tauglichen Hunde
für den Wehrdienst erfasst.
Während des 2. Weltkrieges wurden Hundeführer
zusammen mit ihren Hunden eingezogen.

1947 Hunde in Berlin
Nach dem 2. Weltkrieg (1939-1949) gab es
beispielsweise in Berlin nur noch 37.869 Hunde.
1938 waren es noch 91.499 Hunde gewesen.
Dabei war die Bevölkerung von Berlin
zwischen 1939 und Oktober 1946
nur um 26,5 Prozent zurück gegangen.





Hunde aktuell
In Deutschland gibt es heute etwa fünf Millionen Hunde,
davon sind 43 Prozent kleine Hunde,
30 Prozent mittelgroße Hunde
und 27 Prozent große bis sehr große Hunde.

Der Haushunde heute
2008 lebten in Deutschland etwa 5 Millionen Hunde
(etwa 69 % Rassehunde und 31 % Mischlinge)
,
in der Schweiz etwa 440.000 und in Österreich etwa 550.000.
Nach der
Hauskatze ist der Hund damit das meistgehaltene Haustier.

    Hunde werden in Deutschland zu den Kleintieren gerechnet.
    Sie werden im Normalfall als einzelne Individuen
    oder in kleinen Gruppen in unmittelbarer Nähe
    des Lebensraumes ihrer Besitzer gehalten.
    Dies kann zum einen die Wohnsphäre des Besitzers selbst sein,
    daneben ist jedoch auch die Haltung im Freien
    (im Zwinger oder in Anbindehaltung) durchaus üblich.
    Alle drei Formen der Haltung bergen die Gefahr
    nicht tierschutzgerechter Unterbringung der Tiere in sich.

    Verwilderte Haushunde (so genannte „streunende Hunde“)
    sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz
    heute fast nicht mehr anzutreffen.
    Zur Bekämpfung dieser streunenden Hunde
    wurden früher auch städtische
    Hundefänger eingesetzt.





    Ein leidiges Thema,dieHundesteuer auf deutschem Boden

    1810 Preußen - führt die Hundesteuer als Luxussteuer ein.
    Wer Geld hat sich ein Tier zu halten,dass kein Nutztier ist,
    sollte extra zur Kasse gebeten werden.
    In Hamburg wurde die Hundesteuer 1860 eingeführt.
    Damals grassierte in der Hansestadt Hamburg eine
    Tollwut-Epidemie.
    Mit dem Geld,dass durch die Hundsteuer eingenommen wurde,
    sollte die Maulkorbpflicht kontrolliert werden.





        1906 Das Deutsche Kartell für Hundewesen (DKH)
    wird als zweiter Dachverband gegründet. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V.
    ist ein Mitgliedsverband in der Fédération Cynologique Internationale.
    Als Dachorganisation von bundesweit 167 Mitgliedsorganisationen
    (Rassehunde-Zuchtvereine sowie Hundesportvereine)
    repräsentiert der VDH mehr als 650.000 Mitglieder.
    Über 250 verschiedene Hunderassen werden
    in den Zuchtvereinen des VDH betreut.



      


     
    1911 - in Paris wird die Fédération Cynologique Internationale,
    kurz FCI, der heute größte kynologische Weltdachverband gegründet.
    Die FCI hat ihren Sitz heute in Brüssel.
    Die Aufgabe der FCI liegt in der einheitlichen Beschreibung der Hundreassen und darin,Zuchtrichtlinien internationale festzulegen
    ..





     


    1918: Nach dem 1. Weltkrieg wird der Deutsche Schäferhund
    in verschiedenen Regionen in Elsässischer Schäferhund umbenannt.





    Es wurde befürchtet,
    dass der ursprüngliche Name der Brut eine Behinderung sein könnte,
    wegen der Anti-Deutschen-Gefühlen nach dem Krieg.

       

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